
Mehr als nur eine Zusammenstellung alter Ansichtskarten von Markranstädt in Sachsen.



Als ehemaliger Markranstädter - der häufiger seine
einstige Heimatstadt besucht - habe ich mich dem Sammeln alter
Markranstädter Ansichtskarten verschrieben.
Inzwischen ist eine
stattliche Anzahl zusammengekommen, die ich auf dieser Homepage
präsentieren möchte.
Für alle, die Markranstädt
noch nicht kennen, hier ein paar kurze Anmerkungen:
Markranstädt liegt im Freistaat Sachsen, ca. 12 km
südwestlich vom Leipziger Stadtzentrum, an der Landesgrenze zu
Sachsen-Anhalt.
Im Jahre 2006 erschien ein überarbeitetes Stadtmagazin
mit zahlreichen Informationen zu Stadtgeschichte, Kultur, Sport und
Wirtschaft.
Das Wappen der Stadt ziert der heilige Bartholomäus.
Namensgeber der
Markranstädter Kirche
ist der heilige St. Laurentius.
Einen Rundblick über Markranstädt vom Kirchturm aus gibt es
hier.
Auch innen präsentiert sich die Markranstädter Kirche in neuem Glanz.
Der Ort wird urkundlich erstmals im Jahre 1285 erwähnt.
Wirtschaftliche Blüte erlangte Markranstädt ab Mitte des
letzten Jahrhunderts mit der Inbetriebnahme der Eisenbahn.
Zu Markranstädts wichtigsten Arbeitgebern jener Tage zählten
u.a. Pelzveredelungsbetriebe, die
Markranstädter Automobilfabrik (MAF), die
Maschinenfabrik Dr. Gaspari & Co, eine Brauerei und eine Zuckerfabrik.
Viele der einst ortsansässigen Betriebe sind noch immer als
Industrieruinen bzw als
Gebäude-Leerstände vorhanden.
100 Jahre Markranstädter Automobilfabrik
Heute sind es vor allem kleine und mittelständische Betriebe sowie
Dienstleistungsunternehmen, die das Bild der Stadt prägen.
Durch Eingliederung zahlreicher Nachbargemeinden hat sich die
Einwohnerzahl der Stadt in den letzten Jahren beträchtlich
erhöht.
Neue Wohneinheiten sind mit der Siedlung am Kulkwitzer
See, am Mühlenweg, auf dem Gelände der ehemaligen Brauerei,
gegenüber dem Rathaus (Markt-Arkaden) sowie in den eingegliederten
Ortsteilen (Großlehna, Altranstädt, Lindennaundorf, Göhrenz und Albersdorf)
entstanden.
Mit dem geplanten Bau einer Umgehungsstrasse soll Markranstädt vom
enorm angestiegenen Durchgangsverkehr auf den Bundestrassen B87 und
B186 entlastet werden. Bislang ist der
Bau dieser Umgehungsstrasse an fehlenden Bundesmitteln gescheitert.
So muss Markranstädt bei geschlossener Bahnschranke an der B186
(Markranstädt-Dölzig) weiter mit Rückstaus bis
auf den Markt (und zeitweilig darüber hinaus) leben.
Dominiert wird das Stadtbild von der St.Laurentius-Kirche, einem
spätgotischen Bau, der inzwischen weitestgehend renoviert bzw restauriert ist.
Eigens dafür wurde auch ein Förderverein gegründet.
Instandgesetzt wurden auch das Rathauses und das alte Ratsgut. Im Keller des Ratsgutes ist auch das Markranstädter Heimatmuseum untergebracht,
das in der Regel an Sonnabenden zwischen 9.30 Uhr und 11.30 Uhr
interessierten Besuchern zugänglich ist.
Die ehrenamtlichen
Mitarbeiter des Markranstädter Heimatmuseums haben für zwei Bildbände mit den Titeln "Markranstädt in Bildern
aus vergangenen Tagen" sowie "Markranstädt - die Stadt am See -
Geschichte und Geschichten" zahlreiche Zeitdokumente zur
Stadtgeschichte zusammengetragen. Der erste Bildband ist leider
vergriffen. Der zweite kann im Bürgerbüro sowie im Heimatmuseum für 12 Euro erworben werden.
Das Naherholungsgebiet Kulkwitzer See bietet zahlreichen
Wasserfreunden, insbesondere in den Sommermonaten, eine willkommene
Abwechslung.
Kulturelle Höhepunkte im Jahr sind das Markranstädter
Kinderfest und der Karneval.
Das Kinderfest hat seinen Ursprung im Jahre 1846 und blickt
somit auf eine lange Tradition zurück. Bedingt durch Kriegsjahre
und einem Totalausfall zwischen 1976 und 1991 wurde das Kinderfest von engagierten
Markranstädter Bürgern im Jahre 1992 wieder zum Leben erweckt.
Heute strömen erneut zahlreiche alte und neue Markranstädter zu dem
alljährlich kurz vor Beginn der Sommerferien stattfindenden Schulfest.
Im Jahr 2000 feierte das Kinderfest sein 125. Jubiläum.
Das Kinderfest 2013 wird vom 4.7. bis 8.7. unter dem Motto "Neuseeland und Australien" durchgeführt.
Der Kinderfestverein hat auch eine eigene Homepage.
Hier eine Seite mit den Titelbildern der Kinderfestprogramme von 1928 bis zum aktuellen Jahr.
Seit Anfang April 1998 ist die Stadt
Markranstädt auch mit einer offiziellen Internet-Seite
vertreten.
Markranstädter aus nah und fern können hier unter einer
Vielzahl von Themen auswählen.
Der Markranstädter
Karnevalsclub (MCC) läutete erstmals am 11.11.1959 die
fünfte Jahreszeit ein. Aus Anlass des 40jährigen
Jubiläums fand am 13.11.1999 ein grosser Festumzug statt,
der auch
an Rhein und Main nicht hätte stimmungsvoller ausfallen
können.
Am 17.März 2000 fand die Gründungsversammlung des
Oldtimervereins Markranstädt e.V.
statt.
Auf mehreren Seiten sind hier einige Daten und Bilder
zusammengetragen.
Diese Seiten sind auch mit der Geschichte der
Markranstädter Automobilfabrik (s. oben) verknüpft.
Aktuelles und Wissenswertes aus Markranstädt und den
Umlandgemeinden vermittelte seit 1996
die KLEINE VOLKSZEITUNG, eine wöchentlich (dienstags + freitags)
erscheinende Beilage der LEIPZIGER
VOLKSZEITUNG.
Leider wurde diese Beilage mit dem Wechsel der Lokalredaktion nach Markkleeberg eingestellt. Die aktuellen Ausgaben der LVZ enthalten oft nur noch wenige
Beiträge über Markranstädt.
Markranstädt hat auch sportlich einiges zu bieten. Da sind die
Zweitliga-Handballerinnen des SC Markranstädt, die Volleyballer,
der Markranstädter Sportkegler Club e.V. und der
Markranstädter Kanuclub e.V.
sowie der durch die kommunale
Neugliederung nach Markranstädt
eingemeindete Ortsteil Lindennaundorf, der einen über die Grenzen
Sachsens hinaus bekannten Boxclub
beheimatet.
Eine eigene Homepage präsentiert auch Olaf Karl aus
Markranstädt.
Auf mehreren Sonderseiten
habe ich weitere interessante Sammelobjekte aus und über
Markranstädt zusammengestellt.
Eine weitere Seite zeigt Werbekarten und Briefköpfe
ehemaliger Markranstädter Firmen.
Eine nostalgische
Seite zeigt den Verfasser dieser Markranstädt-Seiten in
seiner frühsten Jugendzeit.
Immer auf Erkundungsfahrten durch Markranstädt.
Vor rund 30 Jahren sah in Markranstädt vieles anders aus.
Bilder aus dem Jahre 1979
belegen dies nachdrücklich.
Einige dieser Aufnahmen lassen sich
sehr schön mit den folgenden Bildern vergleichen.
Markranstädt 2000/2001 - eine fotografische Bestandsaufnahme 10 Jahre nach Vollendung der deutschen Einheit.
Markranstädt April 2004 - ein weiterer fotografischer Rundgang durch die "Stadt am See".
Markranstädt Mai 2010 -20 Jahre nach der deutschen Einheit.
Markranstädt hatte in der Blütezeit zwischen
1880 und 1913 zahlreiche Hotels, Restaurants und Gaststätten.
Hier eine kleine Auswahl - dokumentiert in Bildern von damals und heute.
In den Jahren 2004/2005 fanden in Markranstädt große bauliche Veränderungen statt.
So wurde inzwischen der Bau einer zweiten Sporthalle auf dem
ehemaligen Gelände von Carl Debus (später die FDGB-eigene
Versandabteilung) fertiggestellt.
Gegenüber an der Leipziger Strasse und an der ehemaligen Zuckerfabrik haben große Supermarktketten Filialen eröffnet.
Und auf dem einstigen Gelände der Firma Kehr entstanden und entstehen Einfamilienhäuser.
Auf den folgenden Seiten möchte
ich den Fortgang dieser Baumassnahmen dokumentieren.
Die bereits stattgefundenen Veränderungen sowohl größerer
als auch kleinerer Art sind in den letzten Jahren in einem rasanten
Tempo durchgeführt worden.
Ich möchte an dieser Stelle mittels Gegenüberstellung
"Alt + Neu" diese Veränderungen bildlich in Szene setzen.
Vornehmlich jüngere Markranstädter Bürger dürften diese
Seiten mittels Computer mit Internetanschluss besuchen.
Die
nachfolgenden Ansichtskarten werden einen guten Anschauungsunterricht
darüber geben, wie sehr der Ort sich im Laufe eines Jahrhunderts
gewandelt hat.

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